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Diplomatie

CIA-Chef auf Besuch in Moskau – was plant Washington?

CIA-Chef auf Besuch in Moskau – was plant Washington?
FOTO: EPA/AARON SCHWARTZ
2 Min. Lesezeit |

Ein US-Militärflugzeug, eine Fahrzeugkolonne mit Diplomatenkennzeichen – und Moskau schweigt. Der CIA-Chef reist in die russische Hauptstadt.

CIA-Chef John Ratcliffe ist Medienberichten zufolge zu einem geheimen Besuch nach Moskau gereist. Bereits im Vorfeld hatte ein US-Militärflugzeug den Weg von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo genommen – das geht aus Flugdaten des Beobachtungsportals Flightradar24 hervor. Russische Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass nach der Landung eine Fahrzeugkolonne mit US-amerikanischen Diplomatenkennzeichen gesichtet worden sei.

Laut dem Sender CBS News und der Plattform Axios war geplant, dass Ratcliffe dort noch am selben Tag Gespräche führen würde. Es handelt sich dabei um Ratcliffes erste bekannt gewordene Reise in die russische Hauptstadt, seit er das Amt des CIA-Direktors im Jänner 2025 nach seiner Nominierung durch Präsident Donald Trump übernommen hat.

Waffenruhe erbeten

Axios und CNN zufolge hatte Washington die ukrainische Seite im Vorfeld des Besuchs gebeten, Angriffe auf russisches Territorium für die Dauer des Aufenthalts der US-Delegation auszusetzen. Laut CNN sollten Drohnen- und Raketenangriffe auf Moskau sowie auf weitere Städte im Norden Russlands von gestern bis morgen eingestellt werden.

Über welche Themen Ratcliffe in Moskau verhandelte – ob es um den Krieg in der Ukraine, um den Iran oder um andere Fragen ging – blieb zunächst offen. Weder die CIA noch russische Behörden bestätigten den Aufenthalt offiziell. Als möglicher Hintergrund des Besuchs gelten auch neuerliche Drohungen aus Moskau, den seit 2022 andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter zu eskalieren.

Signale aus Moskau

Kremlchef Wladimir Putin hatte am Samstag erklärt, Kiew habe mit seinen Angriffen auf russisches Hinterland die „Büchse der Pandora“ geöffnet. Dass ein solches Treffen grundsätzlich denkbar war, hatte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bereits zuvor signalisiert – er hatte ein persönliches Zusammentreffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen.

Seit Beginn des Jahres 2025 hatten die beiden Geheimdienstchefs bereits mehrfach telefonisch miteinander gesprochen.

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KO KOSMO-Redaktion
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